header image
Einbrüche in öffentlichen Gebäuden PDF Drucken
Aichach-Friedberg. Wieder haben es unbekannte Täter auf ein öffentliches Gebäude abgesehen. Im gesamten Landkreis sind mittlerweile 14 Einbrüche in Kirchen; Schulen und Kindergärten aktenkundig, sowie acht im privaten Bereich. "Ungewöhnlich viel", sagt Aichachs Polizeichef Rudolf Rothhammer. Die Vorgehensweise ist meist identisch. "In der Regel sind es die klassischen Dämmerungseinbrüche", sagt Rothhammer. Die früh einsetzende Dunkelheit im Herbst und Winter biete dabei den Tätern ausreichend Deckung. Zudem werde bevorzugt die Ferienzeit genutzt, wenn Schulen oder Kindergärten verwaist sind.

Mit brachialer Gewalt werden dann von den Tätern Türen oder Fenster aufgehebelt und die Räumlichkeiten auf der Suche nach Bargeld verwüstet.

Die Beute ist jedoch meist gering. "Oft sind es nur wenige Euros, die den Tätern in die Hände fallen", sagt Rothhammer. Er empfiehlt daher, dass Innentüren - sofern nicht wichtige Unterlagen in den Zimmern sind - nach Dienstschluss einfach offen bleiben. "So bleibt zumindest der Sachschaden gering", erklärt Aichachs Polizeichef. Im fünfstelligen Euro-Bereich belaufen sich mittlerweile die angerichteten Verwüstungen, ein Vielfaches des Beuteschadens.

Nach Einschätzung der Polizei dürften der - oder die - Täter entsprechende Ortskenntnisse haben. Meist tragen die Einbrecher die gleiche Handschrift. Rothhammer ist daher zuversichtlich, dass die dreisten Diebe schon bald gefasst werden können. "Wichtig ist dabei, dass die Leute entsprechend aufmerksam sind", sagt er. Sollten in der Nachbarschaft verdächtige Beobachtungen gemacht werden, "bitten wir, uns diese sofort zu melden", sagt Rothhamer.

Darüber hinaus aber könnte auch jeder selbst sein Eigentum mit nur wenig Aufwand umfassend schützen. Oft werde es den Einbrechern durch gekippte Fenster, zugezogene, aber nicht abgeschlossene Türen oder ungesicherte Nebeneingänge, viel zu leicht gemacht. Zudem wären Alarmanlagen oder Bewegungsmelder eine sinnvolle Investition. Rothhamer warnt davor, am falschen Ende zu sparen. "Dies wäre so, als würde man sich ein nobles Auto kaufen, eine große Summe in die Musikanlage investieren - und dann kein Geld mehr für Winterreifen haben", erklärt er.
 
< zurück   weiter >